Rettet die Versuchsaffen

Wir kämpfen gegen die grausamen Tierversuche an 4 Instituten in Tübingen

Wir veranstalten in regelmäßigen Zeitabständen Mahnwachen in Tübingen. Die Termine findet ihr unter der Rubrik Termine, wir freuen uns auf jeden der mit uns für die Affen kämpft.

Grausame Versuche an Affen hier in Tübingen?

Ja, ihr habt richtig gehört. Seit mehr als 30 Jahren werden am MPI für Biologische Kybernetik hier in Tübingen Rhesusaffen für die Grundlagenforschung am offenen Gehirn gequält. Bisher ohne jeglichen Erfolg und Nutzen für uns Menschen.

Wir kämpfen seit Jahren gegen diese furchtbaren Qualen der Tiere.Mit Erfolg, das MPI TÜ hat bekanntgegeben, dass sie die Versuche bis Ende dieses Jahres einstellen werden.

Aber mit was für einer Konsequenz für die Affen? Aktuell fristen noch 30 Versuchsaffen ihr Dasein im Institut. Mindestens 25 Affen warten auf den schmerzhaften Finalversuch, der für sie schreckliche Qual und Leid über viele Tage bedeutet, bis sie dann getötet werden.

Die restlichen 5 Affen werden sehr wahrscheinlich an ein anderes Versuchsinstitut hier in Tübingen vermittelt. Wir fordern, dass alle noch lebenden Affen sofort in eine Auffangstation untergebracht werden, und zwar finanziert vom MPI Tübingen. Sie haben es verdient nach dieser jahrelangen Folter.

Wir wünschen uns, dass diese unbeschreibliche Quälerei, die hier in Tübingen am Max Planck Institut stattfindet, sofort eingestellt wird, auch im Namen der Versuchstiere.

Helft uns die restlichen 30 Affen zu retten.

 

Update April 17
Das MPI hat die Affenversuche eingestellt. Alle Tiere wurden getötet, bis auf 7 die ins europäische Ausland an andere Laboratorien verkauft wurden. Wir lassen nicht locker – wir wollen diese 7 Affen retten –

Wir kämpfen weiter, dann an 3 weiteren Instituten in Tübingen wird sinnlos mit grausamen Versuchen an Affen und anderen Säugetieren geforscht.

 

Die Geschichte von Johann

Wir haben diese Welt zu einer wahren Hölle für Tiere gemacht.

Vor allem Tierversuche gehören zu den größten von Menschen begangenen Verbrechen aller Zeiten, die unbeschreiblich viel Leid und Qual für die Tiere bedeuten. Allein in Europa werden 12 Millionen Versuchstiere verbraucht. Verbrechen begangen von Menschen, wie den Forschern in Tübingen, die an drei Instituten für die Hirnforschung Rhesusaffen quälen, einer davon ist Johann.

Johann fristet sein Dasein im Max-Planck-Institut (MPI) für Biologische Kybernetik in Tübingen. Unter der Leitung von Nikos K. Logothetis arbeitet das Institut daran die Nervenaktivitäten im Gehirn von Johann und seinen Leidensgenossen bei Gedächtnisleistung oder bei der Betrachtung von Gesichtsausdrücken zu erforschen.
Zwei weitere Institute forschen in Tübingen unter der Leitung von Andreas Nieder am Zählvermögen von Rhesusaffen.

Wie läuft so ein Versuch hier in Tübingen ab?
Affen wie Johann werden durch Durst gezwungen, jeden Tag stundenlang mit angeschraubtem Kopf Aufgaben am Bildschirm zu erfüllen. Über ein Bohrloch im Schädel werden den Affen eine Kammer für Elektroden sowie ein Metallbolzen in den Kopf implantiert. Johanns Kopf ist dabei über dem Bolzen unbeweglich an ein Gestell geschraubt. Gleichzeitig werden über die Elektroden Hirnströme gemessen. Lässt Johann einen gedrückten Hebel im richtigen Moment los, erhält er über einen Schlauch im Mund etwas Saft. Außerhalb der Experimente gibt es nichts zu trinken. Für einen Tropfen Saft macht Johann alles, was von ihm verlangt wird. Die Qual von Johann dauert viele Jahre, bis er dann am Ende durch einen grausamen Finalversuch ermordet wird.

Was haben die Experimente für einen Sinn?
Diese Experimente sind für Johann und seine Artgenossen nicht nur äußerst qualvoll, sie sind vor allem weder für die Entwicklung von Medikamenten noch für Therapien für Erkrankungen des Menschen von irgendwelcher Bedeutung. Erkenntnisse über die Vorgänge im Gehirn, während Affen zählen, Mengen abschätzen oder Bilder betrachten, braucht niemand. Wir sprechen hier von dem Leid und dem Tod von Johann und seinen Artgenossen. An dieser Stelle möchten wir den Profit erwähnen, denn die einzigen Nutznießer sind die Forscher selbst, die Pharmaindustrie und deren Einrichtungen, die Forschungsgelder in Milliardenhöhe einstreichen, die ihr finanziert, durch öffentliche Gelder!

Der Nutzen für kranke Menschen ist gleich Null. In Berlin und München wurden in den letzten Jahren gleichartige Tierversuche aus ethischen Gründen und mangels medizinischen Nutzens nicht mehr genehmigt. Wieso machen die Forscher hier in Tübingen weiter?

Wir sprechen hier von grausamem Leid und dem Tod von Tieren. Affen, wie Johann die genau wie wir leiden wenn sie eingesperrt, geschlagen, gefesselt, vergiftet, oder durstig gezwungen werden täglich stundenlang fixiert Aufgaben zu erfüllen. Johann, der genau wie wir das Leben genießen möchte.

Sind die Versuche auf den Menschen übertragbar?
Die Antwort ist NEIN, denn hier stoßen wir auf den großen Widerspruch von Tierversuchen: Die Forscher behaupten, dass die Versuche auf den Menschen übertragbar sind, aber gleichzeitig verteidigen sie all das Leid, dass sie den Versuchstieren zufügen mit der Begründung, dass Tiere anders sind als wir und somit nicht die gleiche Achtung verdienen. Welch Ironie!

Auch bei der allgemeinen Tierversuchsforschung sind Tierversuche nicht auf den Menschen übertragbar. Ihr erinnert euch doch sicherlich an Contergan, welches erfolgreich an Tieren getestet wurde? Contergan ist verantwortlich für Missbildungen an Gliedmaßen bei Hunderten von Kindern.Dagegen würde heute das schon vor über 100 Jahren entwickelte Aspirin keine Marktzulassung mehr erhalten, weil es bei Hunden, Katzen, Affen, Mäusen und Ratten Embryonalschäden verursacht.

Hierzu noch ein aktuelles Beispiel: Anfang dieses Jahres starb in Frankreich ein Mensch durch ein neues Schmerzmittel, das davor erfolgreich an Tieren getestet wurde. Fünf weitere Menschen liegen im Krankenhaus mit schweren Hirnschädigungen. Das alles sind klare Beweise dafür, dass Tierversuche nicht auf den Menschen übertragbar sind.

Gibt es Alternative Methoden?
Ja, es gibt sie, die alternative Forschung am Gehirn bei dem kein Tier wie Johann mehr leiden muss. Diese modernen Technologien erlauben den Wissenschaftlern das Gehirn bis ins kleinste Detail zu untersuchen. Mit bildgebenden, tomographischen Verfahren kann die Verarbeitung von Nervenreizen im Gehirn von Freiwilligen untersucht werden. Diese Art der Forschung liefert relevante Daten, die menschlichen Patienten, die an Epilepsie, Alzheimer, Parkinson oder anderen neurologischen Erkrankungen leiden, helfen können.
Und es gibt sogar noch weitere erfolgreiche Methoden wie z.B. Zellkulturen und Biochips.

Aber wieso werden dann diese Methoden so wenig eingesetzt?
Die Antwort ist ganz einfach, weil der Gesetzgeber bestimmt, dass die öffentlichen Gelder für einen Großteil für Tierversuche eingesetzt werden.
An dieser Stelle möchten wir noch passender Weise ein Zitat von Max Planck erwähnen: „Irrlehren der Wissenschaft brauchen 50 Jahre, bis sie durch neue Erkenntnisse abgelöst werden, weil nicht nur die alten Professoren, sondern auch deren Schüler aussterben müssen.“ Und deshalb Schluss mit den Irrlehren, deren 50 Jahre schon längst abgelaufen sind.

Wir kämpfen dafür, dass diese unbeschreibliche Quälerei, die in Tübingen stattfindet, sofort beendet wird, auch im Namen von Johann und den anderen Versuchstieren.

 

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